Mallorca ist nicht nur Meer und Calas: Sobald du dich den Weinbergen näherst, nimmt die Insel Tempo raus und ein anderer Rhythmus beginnt. Weintourismus erlebt man hier zwischen Marès-Steinwänden, Feldwegen und Bodegas, die nach reifen Trauben duften. Mein Ziel: Du verlässt den Flughafen und bist in wenigen Minuten auf dem Weg zum ersten Glas – ohne Logistik-Fragezeichen, ohne Kleingedrucktes und mit einem klaren Plan, um Dörfer, Weingüter und Sonnenuntergänge zu verbinden.
Aus Erfahrung gilt: Die Ankunft setzt den Ton. Du meldest dich nach der Landung, läufst zum Treffpunkt am Parking G und der Shuttle bringt dich zum Auto. In fünf Minuten bist du auf der Straße, ohne Schlange und ohne endlose Papierarbeit. Reisen mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung, ohne Blockierung/Kaution, unbegrenzten Kilometern und kostenlosen Zusatzfahrern gibt dir Freiheit zum Improvisieren: vielleicht dauert eine Führung länger, vielleicht schlägt man dir ein Pairing vor, das du nicht geplant hattest; egal – der Tag passt sich an. Die Voll-Voll-Regel hält die Kosten im Griff und die kostenlose Stornierung 24 h deckt dich ab, wenn Wetter oder Pläne kippen.
Wo anfangen: Binissalem und Pla i Llevant ohne das Wesentliche zu verpassen
Wenn du das erste Mal gehst, ist die DO Binissalem ein perfekter Einstieg: Weinberge rund um Orte wie Binissalem, Santa Maria oder Sencelles – und eine sehr mallorquinische Identität im Glas. Hier lässt sich eine Führung wunderbar mit einem Dorfspaziergang und einem langen Mittagessen kombinieren. Fahr ohne Eile: Die Distanzen sind kurz und die Landwirtschaftswege sind Kino. Die DO Pla i Llevant zieht sich nach Osten (Petra, Porreres, Felanitx) und wirkt offener – Masias, Ebenen und Licht, das nach langen Sonnenuntergängen verlangt. Wenn du den Trip in zwei Hälften teilst — ein Tag Inland, ein Tag Osten — hast du das Gefühl, nicht zu “touren”, sondern Mallorca zu leben.
Mit dem Auto kannst du den Tag fein nähen: Tasting am späten Vormittag, km-0-Lunch im Nachbardorf, ein ruhiger Altstadtspaziergang und, wenn du magst, zum Schluss eine Cala am Nachmittag. Der kostenlose Zusatzfahrer ist Gold wert, um auf dem Rückweg zu wechseln. Wir empfehlen oft: mit dem am weitesten entfernten Weingut starten und auf dem Rückweg näher an der Unterkunft enden – so endet der Tag “zu Hause”.
Welche Experience heute: klassisch, Pairing oder Picknick im Weinberg
Nicht jede Verkostung ist gleich – und genau das macht’s spannend. Die klassische Tour (Weinberg, Keller, 3–4 Weine) funktioniert immer, vor allem beim ersten Mal. Wenn du etwas Besonderes willst, sind Themen-Tastings super: autochthone Sorten (mantonegro, callet, prensal), Vertikalen einer Referenz oder Pairings mit lokalen Wurstwaren und Käse. Viele Häuser bieten ein Picknick zwischen Reben, wenn das Wetter passt; mit dem Auto ankommen und eine Decke im Kofferraum haben – und der Plan gehört dir ab Minute eins.
Für Familien gibt es Weingüter mit kinderfreundlichen Formaten: kleine Weinberg-Spaziergänge, einfache Erklärungen und Traubensaft zum Anstoßen. Wenn du eine “ikonische” Aktivität willst — den kleinen Zug durch den Weinberg zum Beispiel — check die Zeiten vorher; mit dem Auto ist das easy: parken, genießen, weiterfahren. Und wenn du als Paar reist, ist ein Sunset-Tasting eines dieser Erinnerungsstücke: goldenes Licht, Ruhe und ein Glas, das nach Urlaub schmeckt.
Zwischen Weingütern unterwegs: reale Zeiten, Parken und Plan-Verkettung
Mallorca fährt man gelassen. Vom Flughafen raus über MA-19 und auf MA-20, wenn du Palma umrundest; ins Inland brauchst du etwa 35–45 Minuten ins Pla (Sencelles, Petra), und Richtung Osten rechne ungefähr eine Stunde bis Pla i Llevant. Wenn du einen Tag Binissalem machst, plane 15 Minuten Puffer zwischen den Terminen; Parken ist meist unkompliziert am Weingut oder im Dorf. In der Tramuntana diktieren die Aussichten den Takt und die MA-10 beweist es Kurve für Kurve: mit Motor bremsen, Miradores genießen, Altstädte zu Fuß – das Auto steht am besten am Rand.
Hier merkt man die Express-Abholung: landen, Bestätigung, Shuttle, Schlüssel, los. Keine Selbstbeteiligung und keine Kaution bedeutet keine Kartenblockierung genau dann, wenn du sie für Touren und Restaurants brauchst. Wenn du den Tag am Strand enden lassen willst, pack den Badeanzug griffbereit; viele Cala-Parkplätze sind 10–20 Minuten von Wein-Dörfern entfernt, und anzukommen, wenn die Sonne sinkt, ist ein kleiner Luxus.
Preise, Zeiten, Reservierung: was du vor dem Anruf wissen solltest
Die Preise bewegen sich in einer gut machbaren Spanne und hängen davon ab, was drin ist: von der Basisverkostung bis zu Pairings oder Spezial-Experiences. Ich würde reservieren – morgens füllt sich zuerst, und mittags will Mallorca einen Tisch. In der Hochsaison: die “Star”-Bodega in den ersten Slot legen, den zweiten Slot kürzer halten; mit dem Auto sind zwei Weingüter, die 20–30 Minuten auseinanderliegen, sehr entspannt.
Voll-Voll und unbegrenzte Kilometer passen perfekt: Vielleicht wechselst du nach einem Tipp ins nächste Tal oder es gibt ein Event am Nachmittag. Mit 24-h-Stornierung kannst du ruhig umplanen, wenn sich Zeiten ändern oder der Wind dich an die Küste zieht. Und wenn ihr euch am Steuer abwechselt, merkst du wieder: Zusatzfahrer gratis macht den Unterschied am Ende des Tages.
Ein runder Weintag auf Mallorca (1–2 Tage, in Prosa)
- Tag 1. Du landest morgens, holst das Auto in fünf Minuten ab und fährst ins Inselinnere. Erste Führung in einer Binissalem-Bodega am späten Vormittag; drei Weine, Frage nach einer limitierten Edition. Langes Mittagessen im Nachbardorf, Kaffee in der Sonne. Nachmittags zweite Bodega 20 Minuten weiter – diesmal Themen-Tasting mit kleinem Pairing; zwei Flaschen für zu Hause und, wenn du magst, noch ein Mirador auf dem Rückweg.
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